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Dieses Rezept für überbackene Kartoffeln mit Schinken nach Ina Garten ist ideal, wenn du ein rustikales, cremig-käsiges Ofengericht suchst, das sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage begeistert. Die perfekte Mischung aus zarten Kartoffelscheiben, würzigem Schinken und einer sahnigen Käsesauce macht es besonders beliebt bei Familienfesten — und bei mir persönlich ein Dauergast auf dem Ostertisch.
Jeden einzelnen Anlass habe ich in vollen Zügen genossen, oft bleibt nicht mal ein Krümel übrig!
Zutaten
- 900 g mehligkochende Kartoffeln: geschält und in feine Scheiben geschnitten, sorgen für eine cremige Konsistenz und binden die Sauce gut. Feste, möglichst frische Kartoffeln ohne grüne Stellen wählen.
- 2 Tassen gegarter Schinken: gewürfelt, bringt angenehme Würze und Sättigung. Hochwertigen, nicht zu fetten Schinken verwenden.
- 4 EL ungesalzene Butter: die Basis für eine buttrige, samtige Béchamel.
- 60 g Weizenmehl (Type 405): zum Andicken der Sauce. Frisches Mehl gibt besseren Geschmack.
- 500 ml Vollmilch: verleiht der Sauce Cremigkeit. Am besten frisch und nicht ultrahocherhitzt.
- 250 ml Schlagsahne: macht das Ganze extra sahnig. Bio-Sahne bevorzugen.
- 120 g Gruyère, gerieben: kräftiger Käse sorgt für Aroma und geschmeidige Fäden. Reifearoma bei frischem Stückkäse am besten.
- 50 g Parmesan, fein gerieben: gibt Tiefe und herzhaften Umami-Geschmack.
- 1 TL Salz: hebt die Gesamtwürze.
- ½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer: bringt Balance und leichte Schärfe.
- ¼ TL frisch geriebene Muskatnuss (optional): für die typische feine Note in Sahnesaucen.
- 1 TL frischer Thymian, gehackt (optional): für einen mediterranen Frischekick.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorbereiten:
- Ofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform (ca. 23 x 33 cm) mit Butter gründlich einfetten.
- Käsesauce herstellen:
- Butter in einem Topf schmelzen. Mehl einrühren und 1–2 Minuten unter Rühren anschwitzen, bis es leicht nussig duftet. Nach und nach Milch und Sahne unter kräftigem Rühren einfließen lassen, bis die Mischung glatt und sämig ist (ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen). Gruyère, Parmesan, Salz, Pfeffer und ggf. Muskatnuss gründlich einrühren, bis der Käse schmilzt und die Sauce schön cremig ist.
- Schichten:
- Ein Drittel der Kartoffelscheiben auf dem Boden der Auflaufform verteilen. Mit einem Drittel des gewürfelten Schinkens und einem Drittel der Käsesauce bedecken. Diesen Vorgang zweimal wiederholen, sodass die oberste Schicht aus Sauce besteht.
- Backen:
- Form mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Ofen 45 Minuten backen. Dann Folie entfernen und weitere 15–20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb und blubbernd ist.
- Ruhen lassen und servieren:
- Das Gratin aus dem Ofen nehmen und mindestens 10 Minuten stehen lassen, damit sich die Schichten setzen. Mit frischem Thymian bestreuen und servieren.
Ich liebe den kräftigen Gruyère — sein Aroma erinnert mich immer an Urlaube in der Schweiz. Einmal hat mein Sohn heimlich die erste Ecke direkt aus der Form stibitzt, so lecker fand er das Gratin!
Wie bewahrst du das Kartoffelgratin mit Schinken am besten auf?
Reste kannst du luftdicht im Kühlschrank bis zu 4 Tage lagern. Beim Erwärmen am besten bei mittlerer Hitze im Ofen mit etwas zusätzlicher Sahne oder Milch abdecken, damit nichts austrocknet.
Vollständig abgekühlte Portionen lassen sich auch sehr gut einfrieren — so hast du immer eine Portion Soulfood auf Vorrat. Zum Auftauen einfach langsam im Kühlschrank über Nacht „schmoren“ lassen und dann erhitzen.
Zutaten austauschen — Alternativen und Variationen
Du kannst Gruyère bei Bedarf durch Emmentaler, Bergkäse oder gereiften Cheddar ersetzen. Für eine vegetarische Variante lässt du den Schinken weg und ergänzt zum Beispiel mit gebratenen Champignons oder Spinat für schönes Aroma. Statt Muskatnuss passt auch fein gehackter Knoblauch in die Sauce.
Serviervorschläge
Als Hauptgericht reicht das Gratin mit einem knackigen grünen Salat oder Butterbohnen — oder als Beilage zu Brathähnchen, Truthahn oder gebratenem Lachs. Zum Brunch oder auf dem Buffet ist es ein Renner!
Kultur und Geschichte
Kartoffelgratin mit Schinken ist ein Klassiker aus der amerikanischen Familienküche, inspiriert von französischen „Gratin Dauphinois“. Durch den Schinken wurde das Gericht in den USA zum Festessen nach Feiertagen — denn so lassen sich Reste besonders lecker verwerten.
Saisonale Anpassungen
Im Frühling kannst du Frühlingszwiebeln, Mangold oder Spargel in feinen Scheiben mit einschichten. Im Herbst passen sogar Kürbiswürfel oder ein Hauch Rosmarin in die Sauce — saisonale Kräuter geben jedem Gratin eine persönliche Note.
Bei jedem Mal, wenn ich dieses Gericht mache, erinnere ich mich an gemütliche Familienfeste, bei denen alle zusammenrücken — und spätestens mit dem ersten Duft aus dem Ofen alle am Tisch sitzen wollen. Dieses Rezept ist und bleibt für mich das beste Kartoffelgratin, das immer gelingt!
FAQ zu Rezepten
- → Kann ich auch übrig gebliebenen Schinken verwenden?
Ja, Schinkenreste von Festtagen wie Weihnachten oder Ostern eignen sich hervorragend für dieses Gericht.
- → Warum wird mein Kartoffelgratin manchmal wässrig?
Das kann passieren, wenn die Soße nicht dick genug ist oder die Kartoffeln zu viel Feuchtigkeit abgeben. Mehligkochende Kartoffeln und eine sämige Soße helfen.
- → Geht das Gericht auch ohne Sahne?
Sie können nur Milch verwenden, das Gratin wird dann aber weniger cremig und nicht ganz so aromatisch.
- → Welche weiteren Gemüsesorten passen dazu?
Porree, Zwiebeln oder Spinat passen ausgezeichnet und können nach Belieben ergänzt werden.
- → Wie bereite ich das Gratin vor?
Das Gratin lässt sich bedenkenlos am Vortag schichten und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Am Backtag nur noch frisch überbacken!
- → Wie erhalte ich eine goldbraune Kruste?
Das Gratin nach dem Backen kurz ohne Abdeckung unter dem Grill überbacken ergibt eine besonders knusprige Schicht.