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Dieses Rezept zaubert einen zarten Rinderschmorbraten mit goldknusprigen Rosmarinkartoffeln, bei dem weder das Fleisch trocken noch die Kartoffeln langweilig sind. Mit einer aromatischen Soße, einfachen Zutaten und fundierten Profi-Tipps gelingt Ihnen garantiert ein Sonntagsklassiker, der Familie und Gäste begeistert — und das ganz ohne Stress.
Ich bereite diesen Braten für jede große Familienrunde oder als besonderen Sonntagsgenuss zu. Nichts bringt so viele glückliche Gesichter an einen Tisch wie dieser Klassiker — und der Duft, wenn er aus dem Ofen kommt, ist einfach legendär.
Zutaten
- 1 kg Rindfleisch, zum Schmoren (z. B. Querrippe oder Hohe Rippe): Es kommt auf das richtige Stück an — viel Bindegewebe und leichte Marmorierung sorgen für Saftigkeit und vollen Geschmack. Achten Sie beim Metzger auf Frische, Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren schmeckt meist noch besser.
- 2 EL Pflanzenöl: Fürs perfekte Anbraten braucht es Öl mit hohem Rauchpunkt. Sonnenblumenöl, Rapsöl oder geschmacksneutrales Bratöl sind ideal.
- 1 große Zwiebel, 2 Karotten, 2 Stangen Sellerie: Dieses klassische Gemüse-Dreigestirn sorgt für Geschmacksfülle: Wählen Sie möglichst aromatisches, frisches Wurzelgemüse.
- 3 Zehen Knoblauch: Unverzichtbar für feines, würziges Aroma. Fest und mit glatter Schale — so ist Knoblauch am frischesten.
- 2 EL Tomatenmark: Für die Umami-Basis — durch gutes Anrösten entfaltet es Tiefe und bindet die Soße.
- 1 Liter Rinderbrühe: Hausgemacht oder aus bester Qualität — sie ist das Rückgrat des Gerichts.
- 150 ml Rotweinersatz (dunkler Traubensaft plus etwas Balsamico): Für feine Säure, leichte Fruchtigkeit, Tiefe — auch alkoholfrei brillant, achten Sie auf milden Essig.
- 2 Lorbeerblätter, 2 Zweige frischer Thymian: Diese Kräuter sorgen für Würze und Erdigkeit. Frische Ware betont das Aroma noch besser.
- 1 EL Speisestärke (optional): Wer seine Soße extra samtig mag, kann hiermit andicken.
- 700 g kleine Kartoffeln (Drillinge): Die kleine Größe garantiert außen Knusper, innen Cremigkeit. Festkochende Mini-Kartoffeln liefern das beste Ergebnis.
- 3 EL Olivenöl: Frisches, fruchtiges Öl sorgt für Geschmack und goldene Bräune.
- 1 Zweig frischer Rosmarin: Für würzige Mittelmeer-Noten in den Kartoffeln — am besten die Nadeln kurz hacken, damit sie ihr Aroma voll entfalten.
- Frische Petersilie: Als Farbfrische zum Servieren — knackig, grüne Blätter wählen.
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer: Nicht sparen, sie mischen sich durch alle Schichten und intensivieren das Ganze.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorbereitung ist alles:
- Fleisch trocken tupfen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Das Salz und der Pfeffer ziehen gut in die Oberfläche, besonders, wenn das Fleisch nicht zu feucht ist.
- Fleisch anbraten:
- Das Öl erhitzen. Portionsweise die Fleischstücke anbraten, bis sie auf allen Seiten kräftig gebräunt sind. Rausnehmen — so entstehen unwiderstehliche Röstaromen als Geschmacksbasis.
- Aromaten angehen:
- Zwiebel, Karotten, Sellerie im Bratfett bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sich Röstaromen entwickeln. Den Knoblauch zufügen, duften lassen, aber nicht bräunen!
- Tomatenmark anrösten und ablöschen:
- Das Tomatenmark einrühren, für zusätzliche Tiefe mitrösten, dann mit Traubensaft-Balsamico-Mix ablöschen und die Röststoffe vom Topfboden lösen.
- Schmorbraten ansetzen:
- Jetzt kommen Brühe, Lorbeer und Thymian dazu. Das Fleisch einlegen — gut zwei Drittel der Fleischstücke sollten mit Flüssigkeit bedeckt sein.
- Langsam schmoren lassen:
- Im vorgeheizten Ofen bei 160°C etwa 3,5 Stunden mit geschlossenem Deckel schmoren. In dieser Zeit verwandelt sich das Fleisch in ein butterzartes Geschmackserlebnis.
- Fleisch ruhen lassen:
- Den Topf herausnehmen, Braten vorsichtig entnehmen, in Folie oder Ofen bei kleinster Temperatur warm halten. Die Ofen-Temperatur auf 200°C erhöhen.
- Kartoffeln vollenden:
- Kartoffeln in Salzwasser vorgaren, abgießen, abdampfen. Aufs Blech geben, mit dem Glas leicht andrücken, sodass sie aufplatzen. Mit Öl, Rosmarin, Salz, Pfeffer würzen.
- Ab in den Ofen:
- Kartoffeln 25–35 Minuten bei 200°C backen. Zwischendurch wenden, bis sie goldbraun und knusprig sind.
- Soße vollenden:
- Kräuter entfernen, Soße ggf. pürieren oder passieren. Aufkochen, optional mit Stärke abziehen — würzig abschmecken.
- Anrichten:
- Fleisch in Scheiben schneiden oder zerzupfen, auf Tellern verteilen. Mit Soße und Kartoffeln servieren. Frische Petersilie spendet Farbe und Frische.
Ich liebe, wie der frische Rosmarin die Kartoffeln veredelt — der Duft, wenn sie knusprig brutzeln, bleibt einfach im Kopf. Mein schönster Moment war, wenn meine Familie beim ersten Anschnitt ehrfürchtig "oooh" macht, sobald das Fleisch fast von allein zerfällt!
Aufbewahrungstipps
Bratenreste samt Soße im verschlossenen Behälter bis zu 4 Tage im Kühlschrank lagern. Beim Aufwärmen den Braten mit etwas Soße bedecken, damit er saftig bleibt. Die Kartoffeln lieber separat aufbewahren und im Ofen wieder knusprig backen, nicht in der Mikrowelle.
Zutaten-Alternativen
Anstelle von Querrippe geht auch Rinderbrust oder Schulter. Wer mag, ersetzt Thymian durch Majoran oder Oregano. Statt Kartoffeln kann man wunderbar Steckrüben- oder Pastinakenwürfel als Beilage schmoren.
Serviervorschläge
Bunte Ofengemüse-Mischung, grüner Salat oder einfach zarte Erbsen passen super dazu. Für besondere Anlässe serviere ich dazu einen Klecks Preiselbeerkompott oder frisches Meerrettich-Topping.
Kulturelle Einordnung
In Deutschland hat Schmorbraten Festtags-Tradition, vom Sonntagsessen bei den Großeltern bis zu Familienfeiern. Besonders mit Knusperkartoffeln erlebt das Rezept gerade eine Renaissance, da es klassische Techniken mit modernem Twist vereint.
Saisonale Anpassungen
Im Herbst gebe ich gerne Kürbisstücke mit zu den Kartoffeln, im Frühling passen frischer Spargel oder Schalotten hervorragend dazu. Im Winter ersetzen Wurzelgemüse wie Petersilienwurzel die Karotten.
Erfolgsgeschichten
Viele Leser und Freunde berichten, dass ihr Braten endlich nie wieder trocken war — das bewährte Ofen- und Flüssigkeitsmanagement macht’s möglich. Sogar ungeübte Köche schwärmen vom "Wohlfühlessen wie im Restaurant".
Gefrierdosen-tauglich
Komplett abgekühlter Braten mit Soße lässt sich bestens portionsweise einfrieren. Zum Auftauen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen, dann vorsichtig aufwärmen. Kartoffeln lieber frisch backen.
Ein Zarter Rinderschmorbraten mit Knusperkartoffeln sorgt immer für Genussmomente und bringt mit viel Liebe Herz und Bauch an den Tisch. Dieses Rezept vereint Aroma, Technik und Tradition und wird bei Ihnen sicher zum Lieblingsklassiker. Guten Appetit!
FAQ zu Rezepten
- → Kann ich den Rinderschmorbraten vorbereiten und aufwärmen?
Ja, vorbereitet schmeckt der Rinderschmorbraten am nächsten Tag oft noch aromatischer. Einfach langsam im Ofen oder Topf erwärmen.
- → Welche Beilagen passen außer Knusperkartoffeln besonders gut?
Cremiges Kartoffelpüree, Spätzle, Reis oder feines Gemüse wie Bohnen und Rotkohl harmonieren hervorragend zum Schmorbraten.
- → Funktioniert das Gericht auch im Slow Cooker oder Schnellkochtopf?
Ja, das Schmoren gelingt hervorragend im Slow Cooker oder Schnellkochtopf; Anbraten der Zutaten bleibt trotzdem empfehlenswert.
- → Welcher Rotweinersatz eignet sich bei Alkoholverzicht?
Dunkler Traubensaft mit einem Spritzer Balsamico bietet die nötige Säure und Fruchtigkeit, ganz ohne Alkohol und voller Geschmack.
- → Was kann ich anstelle von Tomatenmark verwenden?
Passierte oder gehackte Tomaten sind als Ersatz möglich, jedoch liefert Tomatenmark das konzentrierte Aroma für ein intensiveres Ergebnis.
- → Wie gelingen die Kartoffeln besonders knusprig?
Nach dem Kochen gründlich ausdampfen lassen, leicht andrücken und mit reichlich Olivenöl bei hoher Temperatur goldbraun backen.