Merken
Dieses Gericht verbindet Gemütlichkeit, authentischen Geschmack und einen Hauch von Festlichkeit. Saftige Brezenknödel, fruchtiger Rotkohl und eine cremige Speck-Sahne-Sauce ergeben zusammen ein wahres Soulfood, das sowohl bodenständig als auch raffiniert ist.
Was mich immer wieder begeistert: Wie die einzelnen Komponenten miteinander verschmelzen und jede Gabel ein echtes Erlebnis ist. Schon beim Kochen erfüllen vertraute Düfte die Küche, und spätestens beim Servieren weiß ich, warum dieses Rezept einen festen Platz in meiner Sammlung hat.
Zutaten
- 500 g alte Brezen: Sorgt für die typische Textur und den besonderen Geschmack; müssen trocken und vom Vortag sein.
- 250 ml Vollmilch: Macht die Knödel weich und aromatisch; Bio-Milch verstärkt das Aroma.
- 3 Eier (Größe M): Binden die Masse und machen flaumig; möglichst frische Bio-Eier verwenden.
- 1 große Zwiebel: Gibt Süße und Tiefe.
- 2 EL Butter: Für Aroma und Saftigkeit; hochwertige Butter verwenden.
- Handvoll frische Petersilie, gehackt: Bringt Frische und einen Hauch Farbe.
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer: Nicht zu sparen und auf Qualität achten.
- Muskatnuss, frisch gerieben: Gibt eine warme, würzige Note.
- Optional 1-2 EL Mehl: Falls die Brezen zu feucht geworden sind.
- 1 kg Rotkohl: Klassisch und farbintensiv; möglichst frisch auswählen.
- 2 Äpfel (Braeburn oder Elstar): Für Süße, Frische und Aroma; knackige, saftige Früchte wählen.
- 1 große Zwiebel: Für die Basis.
- 2 EL Schmalz oder Pflanzenöl: Je nachdem, ob Sie es deftiger mögen; Schweineschmalz macht es herzhafter.
- 150 ml trockener Rotwein: Für Tiefe und Aroma.
- 150 ml Gemüsebrühe oder Apfelsaft: Hält den Rotkohl saftig; naturtrüber Direktsaft oder selbstgemachte Brühe bevorzugen.
- 2 Lorbeerblätter: Geben feine Aromatik.
- 4-5 Wacholderbeeren: Typisches Rotkohl-Gewürz.
- 2-3 Nelken: Runden das Aroma ab.
- 2 EL Apfelessig: Für leuchtende Farbe und feines Aroma.
- 2 EL Preiselbeerkonfitüre oder Johannisbeergelee: Für eine fruchtige Bindung.
- Salz und Pfeffer: Abschmecken nicht vergessen.
- Optional Zucker oder Ahornsirup: Zum Ausbalancieren von Süße und Säure.
- 150 g geräucherter Bacon, gewürfelt: Gibt der Sauce Würze und Aroma.
- 200 ml Schlagsahne: Für samtige Cremigkeit.
- 100 ml Gemüsebrühe: Am besten selbstgemacht.
- 1 kleine Schalotte: Sorgt für milde Süße.
- 1 EL Butter: Für runden Geschmack und Bindung.
- 1 EL Mehl (optional): Gelingt die Sauce besonders sämig.
- Salz und Pfeffer: Mit Bedacht dosieren, der Bacon ist kräftig gewürzt.
- Optional frisch gehackter Schnittlauch: Für Frische und Dekoration.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Rotkohl vorbereiten:
- Rotkohl von den äußeren Blättern und Strunk befreien, vierteln und fein hobeln oder schneiden. Äpfel schälen, entkernen und würfeln, Zwiebel fein hacken. Fett in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln goldgelb dünsten. Rotkohl und Apfelwürfel zugeben und kurz mitbraten. Mit Rotwein und Brühe oder Apfelsaft ablöschen. Lorbeer, Wacholder, Nelken, Preiselbeerkonfitüre und Apfelessig einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Abgedeckt bei kleiner Hitze 60—90 Minuten schmoren, ab und zu umrühren. Zum Schluss Gewürze entfernen und eventuell abschmecken.
- Brezenknödel zubereiten:
- Brezen in 1 cm Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Milch lauwarm erhitzen, darüber gießen. Eier verquirlen und hinzufügen. Masse 15—20 Minuten ziehen lassen, dabei wenden. Zwiebel klein schneiden und in Butter glasig braten, Petersilie fein hacken. Beides zur Brezenmasse geben. Gut würzen mit Salz, Pfeffer und Muskat. Vorsichtig durchmischen; wenn zu feucht, etwas Mehl untermischen. Aus der Masse 8—10 Knödel formen. Einen Probeknödel ins siedende Salzwasser geben. Wenn er hält, alle Knödel etwa 15—20 Minuten ziehen lassen, bis sie oben schwimmen.
- Speck-Sahne-Sauce kochen:
- Bacon in einer Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig auslassen, beiseitelegen und das Fett in der Pfanne lassen. Schalotte fein würfeln, im Fett andünsten. Butter und optional Mehl zugeben, kurz anrösten. Mit Gemüsebrühe ablöschen, Sahne einrühren und einige Minuten sämig einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bacon zur Sauce geben und eventuell mit Schnittlauch bestreuen.
- Anrichten:
- Rotkohl auf Tellern verteilen, Brezenknödel daraufsetzen, mit reichlich Sauce übergießen und frischen Kräutern bestreuen. Optional die Knödel in Butter und Speck anbraten für extra Crunch. Mit Rotwein servieren.
Ich liebe besonders das Aroma von frisch geriebener Muskatnuss in den Knödeln — sie erinnert mich an Sonntage mit der Familie. Der Duft von Apfel im Rotkohl weckt schöne Kindheitserinnerungen und sorgt sofort für gute Stimmung am Tisch.
Aufbewahrungstipps
Bereiten Sie Brezenknödel gern auf Vorrat zu: Nach dem Formen oder Garen luftdicht einfrieren. Zum Erwärmen in siedendes Wasser legen oder in Scheiben in Butter anbraten. Rotkohl hält sich im Kühlschrank bis zu 4 Tage. Die Sauce am besten frisch zubereiten, aber sie hält einen Tag im Kühlschrank und lässt sich vorsichtig erwärmen.
Zutaten-Alternativen
Brezen lassen sich durch andere Laugengebäcke oder altbackene Brötchen ersetzen. Für eine fleischlose Variante Speck durch Räuchertofu oder Pilze wechseln und statt Sahne auch Soja- oder Hafersahne probieren. Im Rotkohl geben Birnen, Cranberrys oder Orangensaft spannende Aromen.
Serviervorschläge
Ein Feldsalat mit Apfel und Walnüssen passt hervorragend als Vorspeise. Auch Brot- oder Serviettenknödel bieten leckere Abwechslung. Für besondere Festlichkeit etwas Preiselbeeren dazu reichen und ein Glas kräftigen Rotwein servieren.
Trauen Sie sich, das Rezept flexibel Ihrer Saison und Ihren Vorräten anzupassen. Jeder Bissen ist Genuss und Tradition in einem — so schmeckt Heimat!
FAQ zu Rezepten
- → Kann ich die Knödel vorbereiten und aufbewahren?
Ja, Brezenknödel lassen sich sehr gut vorbereiten und sogar am Vortag formen. Gekochte Knödel können gekühlt oder eingefroren werden; bei Bedarf einfach kurz in heißem Wasser erwärmen oder in Butter anbraten.
- → Wie verhindere ich, dass die Knödel zerfallen?
Wichtig ist, dass der Teig nicht zu feucht ist und die Knödel sanft in siedendem, nicht kochendem Wasser garen. Ein wenig Mehl kann helfen, die Masse zu stabilisieren.
- → Eignet sich das Gericht auch für Vegetarier?
Ja, für eine vegetarische Variante einfach den Speck in der Sauce durch Pilze oder Räuchertofu ersetzen und die Sauce mit Kräutern abrunden.
- → Welche Beilagen passen dazu?
Ein frischer grüner Salat ergänzt das Gericht wunderbar. Auch klassischer Gurkensalat oder Feldsalat mit Vinaigrette sind passende Begleiter.
- → Kann ich den Rotkohl im Voraus zubereiten?
Absolut, Rotkohl schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da sich die Aromen über Nacht entfalten. Einfach gekühlt aufbewahren und bei Bedarf sanft erhitzen.
- → Lassen sich auch andere Brotreste verwenden?
Ja, statt Brezen können auch Laugenstangen oder Brötchen verwendet werden – die typische Laugen-Note geht dann jedoch verloren.