Romanischer Erbseneintopf

Kategorie: Die Aromen der deutschen Regionen

Der romanische Erbseneintopf, inspiriert von „Mâncare de Mazăre“, vereint zarte grüne Erbsen mit Tomaten, Karotten, Sellerie und viel frischem Dill. Dieses Gericht stammt aus der rumänischen Landküche und begeistert durch seine ausgewogene, natürliche Süße und herzhafte Aromen. Besonders im Frühling und Sommer passt die Mischung aus frischem Gemüse und aromatischen Gewürzen wie Paprika, Lorbeer und Cimbru perfekt auf den Tisch. Serviert wird der Eintopf traditionell heiß mit krossem Brot – als vegetarische Hauptspeise oder klassisch mit etwas geräuchertem Fleisch nach Belieben ergänzt.

Chef in the kitchen.
Erstellt von Alice
Aktualisiert am Wed, 14 Jan 2026 15:32:11 GMT
A bowl of Romanian green pea stew. Merken
A bowl of Romanian green pea stew. | alicerezepte.de

Dieses Rezept für rumänisches Erbsengericht (Mâncare de Mazăre) bringt den Geschmack der Kindheit und das Aroma des Sommers direkt auf den Tisch. Es ist wunderbar sättigend, voll frischer Kräuter und Gemüse und ein traditioneller Begleiter in vielen rumänischen Haushalten. Die vegetarische Variante schmeckt absolut köstlich und gehört zu meinen liebsten Seelenwärmern, wenn ich Heimweh und Sehnsucht nach Landluft verspüre.

Ich persönlich liebe diese Kombination aus süßen Erbsen, fruchtigen Tomaten und viel frischem Dill – der Duft allein weckt Erinnerungen an meine Großmutter und die langen Sommer auf dem Land.

Zutaten

  • grüne Erbsen: Am besten gefrorene oder frische, da sie ihre Farbe und Konsistenz vorbildlich halten. Achten Sie auf prall-grüne und aromatische Erbsen.
  • Tomatenpassata oder stückige Tomaten: Verleiht dem Gericht eine fruchtige Basis. Greifen Sie zu einer hochwertigen, reifen Tomatenpassata ohne Zusätze.
  • Karotten: Bringen milde Süße und Farbe. Achten Sie auf feste, leuchtende Karotten, möglichst aus der Region.
  • Staudensellerie: Sorgt für ein nussiges, frisches Aroma und gleicht die Süße der Karotten und Erbsen aus.
  • Kartoffeln: Traditionell eher unüblich, aber sie sorgen für Bindung und machen das Gericht besonders sättigend. Kleine, ungeschälte und festkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut.
  • Gelbe Zwiebel: Sorgt für Tiefe im Geschmack und harmonisiert perfekt mit Tomate und Dill. Möglichst goldgelb und fest wählen.
  • Cimbru (Sommer-Bohnenkraut): Das rumänische Originalgewürz bringt einen kräuterigen, leicht pfeffrigen Geschmack. Alternativ Thymian verwenden.
  • Lorbeerblätter: Geben Tiefe und eine sanfte Erdigkeit an die Soße ab.
  • Paprikapulver: Je nach Vorliebe mild oder pikant. Geräuchertes, süßes Paprikapulver für eine rauchige Note.
  • Weißer Pfeffer: Gibt subtile Schärfe und einen feinen, fast blumigen Ton. Auch schwarzer Pfeffer ist möglich.
  • Salz: Unverzichtbar, um die Süße der Erbsen auszubalancieren. Am besten grobes oder Meersalz verwenden.
  • Sonnenblumenöl: Die klassische Wahl in Rumänien. Garantiert einen neutralen Geschmack.
  • Frischer Dill: Bringt das ganze Aroma des Gerichts hervor. Verwenden Sie einen großen Bund mit kräftigem Duft und sattgrünen Zweigen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vorbereitung und Anbraten der Zwiebeln:
Öl in einem großen Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die fein gehackte Zwiebel hinzufügen und einige Minuten anbraten, bis sie goldgelb und leicht gebräunt ist. Dieser Schritt intensiviert das Aroma und verstärkt die Umaminoten im Gericht.
Gemüse zugeben und kurz dünsten:
Karotten in Scheiben und Sellerie in dünne Stücke schneiden, beides zur Zwiebel in den Topf geben. Wenige Minuten mitdünsten, damit das Gemüse weicher wird, aber seinen Biss nicht verliert.
Kartoffeln und Wasser angießen:
Die gewürfelten Kartoffeln hinzugeben, mit etwa 400 ml Wasser aufgießen. Topf abdecken und alles etwa acht Minuten auf mittlerer bis hoher Hitze weichkochen.
Tomaten, Erbsen und Gewürze zugeben:
Tomatenpassata oder die stückigen Tomaten samt Erbsen in den Topf geben. Lorbeerblätter, Paprikapulver, Cimbru und weißen Pfeffer unterrühren, aber den frischen Dill zunächst noch zurückhalten. Jetzt entweder im Ofen weitergaren oder für rund 30 Minuten auf niedriger Stufe auf dem Herd, bis das Gemüse weich ist und die Soße leicht eindickt.
Abschmecken und Dill unterheben:
Topf vom Herd oder aus dem Ofen nehmen. Grob gehackten Dill einrühren, einen Teil eventuell zum Garnieren aufheben. Mit Salz und eventuell noch Pfeffer oder Paprika abschmecken.
Servieren:
Heiß servieren, klassisch mit knusprigem Bauernbrot oder Baguette. Besonders gut schmeckt es noch mit einem Klecks Sauerrahm.
A pan of vegetables including carrots, peas, and potatoes.
A pan of vegetables including carrots, peas, and potatoes. | alicerezepte.de

Das Gericht ist aus meiner Kindheit nicht wegzudenken – der intensive Duft von Dill und Paprika, frisch aus dem Topf, erinnert mich immer an die Sommertage meiner Großeltern.

Aufbewahrungstipps

Im Kühlschrank hält sich das Erbsengericht gut abgedeckt zwei bis drei Tage. Sie können es auch portionsweise einfrieren und nach Bedarf vorsichtig erwärmen – dabei vorher den Dill erst nach dem Auftauen frisch zugeben, so bleibt das Aroma unvergleichlich.

Zutaten-Variationen

Cimbru (Sommer-Bohnenkraut) ist typisch rumänisch, aber falls nicht zur Hand, funktioniert auch Thymian hervorragend. Kartoffeln sind optional, Sie können sie durch Süßkartoffel, Steckrübe oder auch Pastinake ersetzen, das verleiht dem Gericht einen neuen Twist. Wer mag, gibt in der herzhaften Variante etwas gebratenen Räucherspeck oder Bratenreste dazu.

Serviervorschläge

Traditionell wird das Gericht heiß und dampfend mit Bauernbrot gereicht – perfekt zum Tunken in die aromatische Tomatensoße. Kinder mögen gern einen Löffel Sauerrahm dazu, und Erwachsene oft noch einen Spritzer Zitronensaft für die Frische.

Kultureller Kontext

Das Erbsengericht ist fest verankert in der rumänischen Alltagsküche und wird besonders während der Fastenzeit häufig gegessen. Es symbolisiert gesellige Abende am Tisch, wenn die Familie zusammenkommt und gemeinsam isst.

Saisonale Anpassungen

Im Frühsommer lässt sich das Rezept wunderbar mit frischen Gartenerbsen oder frischen Kräutern aus dem Garten aufpeppen. Auch junge Möhren und neue Kartoffeln bringen eine feine, besonders zarte Note.

Erfolgsgeschichten

Meine Familie liebt dieses Rezept, weil es nach „nach Hause kommen“ schmeckt. Noch Wochen später erinnert mich der Duft in der Küche an warme Sommerabende und Großmutters Fürsorge.

A pot of soup with peas, carrots, and potatoes.
A pot of soup with peas, carrots, and potatoes. | alicerezepte.de

Dieses Rezept hat mir über die Jahre geholfen, selbst an hektischen Tagen etwas Gesundes, Herzhaftes und Nostalgisches auf den Tisch zu bringen. Für mich bleibt es ein Stück rumänischer Zuhause-Tradition – einfach und voller Seele.

FAQ zu Rezepten

→ Kann man statt frischer auch tiefgekühlte Erbsen verwenden?

Ja, tiefgekühlte Erbsen eignen sich sehr gut und behalten Geschmack sowie Textur. Frische Erbsen sind ebenfalls perfekt, wenn Saison ist.

→ Was ist Cimbru und wodurch kann ich es ersetzen?

Cimbru ist rumänischer Bergbohnenkraut. Falls nicht verfügbar, kann getrockneter Thymian oder frischer Thymian verwendet werden.

→ Ist dieses Gericht vegan?

In der Standardvariante ist der Erbseneintopf vegan, da ausschließlich Gemüse und pflanzliche Zutaten verwendet werden.

→ Wie mache ich den Eintopf besonders aromatisch?

Schmoren Sie die Zwiebeln kräftig an und geben Sie viel frischen Dill sowie wohl dosiertes Paprikapulver hinzu. Das verleiht Tiefe im Geschmack.

→ Kann ich Kartoffeln im Eintopf weglassen?

Kartoffeln sorgen für mehr Sättigung, sind aber optional. Der Eintopf schmeckt auch ohne sie wunderbar aromatisch.

→ Welche Beilage passt dazu?

Am besten wird romanischer Erbseneintopf mit frischem, krossem Brot serviert. Fladenbrot oder Roggenbrot eignen sich besonders gut.

Erbseneintopf mit Tomaten und Dill

Aromatischer Eintopf aus Erbsen, Tomatenbasis und viel frischem Dill – ein traditionelles rumänisches Wohlfühlgericht.

Vorbereitungszeit
20 Minuten
Kochzeit
40 Minuten
Gesamtdauer
60 Minuten
Erstellt von: Alice

Rezeptkategorie: Regionale Gerichte

Schwierigkeitsgrad: Einfach für Anfänger

Küchenstil: Rumänisch

Reicht für: 4 Portionenanzahl (Eine große Schüssel pro Portion)

Besondere Ernährungsweisen: Vegan, Vegetarisch, Glutenfrei, Frei von Milchprodukten

Zutatenliste

→ Gemüse

01 450 g grüne Erbsen, frisch oder tiefgefroren
02 2 große Karotten, in Scheiben geschnitten
03 4 Stangen Sellerie, dünn geschnitten
04 6 kleine Kartoffeln, ungeschält und gewürfelt
05 1 gelbe Zwiebel, fein gewürfelt

→ Kräuter und Gewürze

06 1 Bund frischer Dill, grob gehackt
07 3 getrocknete Lorbeerblätter
08 2 TL getrockneter Cimbru (Bergbohnenkraut) oder Thymian
09 1 TL Paprika, edelsüß oder geräuchert
10 0,5 TL weißer Pfeffer oder schwarzer Pfeffer
11 2 TL Salz, oder nach Geschmack

→ Weitere Zutaten

12 400 g Tomatenpüree (passierte Tomaten)
13 2 EL Sonnenblumenöl
14 400 ml Wasser

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

Schritt 01

Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, falls die Ofenmethode verwendet wird.

Schritt 02

Das Sonnenblumenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel hinzufügen und mehrere Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt ist.

Schritt 03

Karotten und Sellerie zur gebräunten Zwiebel geben und unter gelegentlichem Rühren etwa 3 Minuten anschwitzen.

Schritt 04

Kartoffelwürfel hinzugeben und mit 400 ml Wasser auffüllen. Den Topf mit einem Deckel verschließen und bei hoher Hitze 8 Minuten kochen, bis die Kartoffeln weich sind.

Schritt 05

Erbsen, Tomatenpüree, Cimbru oder Thymian, Lorbeerblätter, Paprika, weißen Pfeffer und das Salz in den Topf geben. Alles gut umrühren.

Schritt 06

Je nach Methode im vorgeheizten Ofen oder bei mittlerer Hitze auf dem Herd mit geschlossenem Deckel 30–35 Minuten kochen lassen, bis das Gemüse weich und die Sauce eingedickt ist.

Schritt 07

Topf vom Herd nehmen. Den gehackten Dill unterrühren, einen Teil zum Garnieren zurückbehalten. Mit Salz nach Geschmack abschmecken.

Schritt 08

Das Gericht heiß, idealerweise mit knusprigem Brot, servieren.

Zusätzliche Hinweise

  1. Erbseneintopf erhält seinen vollen Geschmack durch das Anbraten der Zwiebeln und die Zugabe von frischem Dill erst nach dem Kochen.
  2. Das Gericht schmeckt auch am Folgetag hervorragend und lässt sich gut aufwärmen.

Unverzichtbare Werkzeuge

  • Großer Topf mit Deckel, ofenfest
  • Schneidebrett und scharfes Messer
  • Kochlöffel

Nährwertangaben (pro Portion)

Diese Nährwertangaben dienen nur zur Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
  • Kaloriengehalt: 318
  • Fettanteil: 1 Gramm
  • Kohlenhydrate: 91 Gramm
  • Eiweiß: 16 Gramm