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Dieses Rezept bringt das volle Aroma eines traditionellen indischen Beef Currys zu dir nach Hause. Zartes Rindfleisch in würziger, sämiger Soße – ein perfektes Wohlfühlessen für gemütliche Abende oder als Highlight beim Familienessen. Die Zubereitung ist unkompliziert, erfordert nur etwas Geduld, damit das Fleisch schön mürbe wird und die Gewürze ihr volles Aroma entfalten. Und das Beste: Am nächsten Tag schmeckt alles sogar noch intensiver.
Aus Erfahrung kann ich nur sagen: Dieses Gericht ruft bei mir sofort Erinnerungen an gemütliche Familienessen wach, bei denen die Küche nach Gewürzen duftet und alle gemeinsam am Tisch sitzen.
Zutaten
- 600 g Rindfleisch (am besten Schulter oder Brust): gut durchwachsen, damit beim Schmoren alles schön zart wird. Ideal, wenn dein Metzger es grob würfelt
- 1 EL frischer Ingwer, fein gerieben: gibt Tiefe und einen frischen Kick. Lieber frisch reiben als aus dem Glas
- 2 EL Knoblauch, fein gerieben: unverzichtbar für das typische Grundaroma des Currys
- 1 TL Salz: nicht nur fürs Aroma, sondern auch, damit das Fleisch zarter wird
- 1 TL neutrales Pflanzenöl: zum Marinieren und damit die Gewürze besser haften
- ½ TL Chilipulver, ½ TL Kurkuma, ½ TL Garam Masala: für die Marinade. Sie sorgen für schöne Farbe, Würze und den typischen Duft
- 4–5 EL Öl oder Ghee: Ghee gibt eine feine, nussige Note. Pflanzliche Öle sind neutral und brennen nicht an
- 1 TL Kreuzkümmelsamen, 1 Zimtstange (ca. 2 cm), 3–4 Lorbeerblätter: Die ganzen Gewürze entfalten ihr Aroma direkt im heißen Öl und geben Tiefe
- 2 Zwiebeln, fein geschnitten: Die Basis jeder Currysoße. Je goldener gebraten, desto süßlicher wird die Soße
- 2 gehäufte große Tomaten, gewürfelt: Geben Frische, leichte Säure und machen die Soße sämig
- 1 TL Chilipulver, 1 TL Kurkuma, 1 TL Garam Masala, ½ TL Korianderpulver: Für die fertige Soße, nicht zu ersetzen
- 2 Tassen warmes Wasser: Löst die Aromen und sorgt für die perfekte Konsistenz
- Frischer Koriander zum Servieren: Sorgt für Frische zum Schluss, unbedingt probieren
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: Das Fleisch marinieren
- Vermische das gewürfelte Rindfleisch in einer Schüssel sorgfältig mit Ingwer, Salz, einem Schuss Öl sowie je einem halben Teelöffel Chili, Kurkuma und Garam Masala. Durch das Massieren mit den Händen zieht das Aroma besonders gut ein. Mindestens 15 Minuten ziehen lassen, besser aber noch länger – so wird das Fleisch zart.
- Schritt 2: Gewürze im Öl „wecken“
- Erhitze nun Öl oder Ghee in einem schweren Topf auf mittlerer Hitze. Sobald es leicht schimmert, gib Kreuzkümmelsamen, Zimtstange und Lorbeerblätter hinein. Nach ungefähr 30 Sekunden fangen sie an zu duften und machen das Öl schon würzig.
- Schritt 3: Die Zwiebeln anbraten
- Jetzt die fein gehackten Zwiebeln dazugeben. Unter gelegentlichem Rühren mindestens 7–10 Minuten braten, bis sie goldgelb und weich sind. Geduld lohnt sich hier: Gut geröstete Zwiebeln machen die Soße schön süß.
- Schritt 4: Knoblauch und Tomaten zufügen
- Rühre den geriebenen Knoblauch unter und brate ihn kurz mit, bis er aromatisch duftet. Dann kommen die Tomatenstücke dazu. Alles weitere 5–7 Minuten schmoren lassen. Die Tomaten zerfallen, die Masse dickt ein und etwas Öl setzt sich ab – das ist dein Zeichen, dass die Basis stimmt.
- Schritt 5: Fleisch und Gewürze anbraten
- Gib das marinierte Rindfleisch dazu, erhöhe etwas die Temperatur und brate alles 1–2 Minuten an. Jetzt mit dem restlichen Chili, Kurkuma, Garam Masala und Korianderpulver würzen, nochmals umrühren und nochmals eine Minute anschwitzen.
- Schritt 6: Curry köcheln lassen
- Gieße das warme Wasser an und würze mit Salz. Rühre um, bringe alles zum Kochen und dann sofort auf kleinste Hitze zurückstellen. Mit Deckel mindestens eine Stunde leise köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und den Duft genießen!
- Schritt 7: Abschmecken und verfeinern
- Testen: Ist das Fleisch zart? Sonst noch 15–20 Minuten schmoren. Zum Schluss nach Bedarf nachwürzen und mit einer großen Portion gehacktem Koriander veredeln.
Curries gehören zur Esskultur in Süd- und Südwest-Indien, wo mit Rind traditionell gekocht wird. Die Zwiebeln sind mein Lieblingsbestandteil. Richtig goldbraun gebraten, geben sie dem Gericht diese herrlich cremige Süße. Ich erinnere mich immer an den Duft, wenn meine Familie früher große Töpfe voller Curry gekocht hat.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Indisches Rindfleisch-Curry schmeckt am besten, wenn es durchgezogen ist. Im Kühlschrank hält es sich in einer luftdichten Dose bis zu vier Tage. Zum Aufwärmen das Curry langsam im Topf erhitzen – so bleibt das Fleisch zart und die Soße aromatisch. Für längere Aufbewahrung kannst du das Curry auch portionsweise einfrieren. Drei Monate im Tiefkühlfach sind überhaupt kein Problem.
Zutaten variieren
Du hast kein Rindfleisch im Haus? Sehr gut funktioniert das Rezept auch mit Lamm (ähnlich schmoren), Hähnchen (verkürzt die Garzeit auf 30–40 Minuten) oder sogar vegetarisch mit Kichererbsen und Süßkartoffel. Probiere ruhig aus, welche Gemüsesorten du magst – zum Beispiel Kartoffeln oder Karotten ab der Hälfte der Kochzeit mitschmoren.
Serviervorschläge
Am klassischsten mag ich meinen Beef Curry mit duftigem Basmati-Reis. Naan-Brot oder Roti sind aber auch toll zum Eintunken. Ein Klecks Joghurt oder Gurken-Raita balanciert die Schärfe. Beim Anrichten mit frischem Koriander oder ein paar Ringen roter Zwiebel bestreuen – das sieht hübsch aus und schmeckt frisch.
Wenn du einmal den Topf Curry auf dem Herd hast und den Aufbau von Aromen Schritt für Schritt miterlebst, wirst du den Unterschied zu Fertiggerichten schmecken. Halte dich an das Grundrezept und bring dann gern deine eigenen Ideen ein – so wird es garantiert ein Erfolg bei jedem Curryabend!
FAQ zu Rezepten
- → Welches Stück Rindfleisch eignet sich am besten für das Curry?
Am besten eignen sich durchwachsene Stücke wie Schulter oder Brust, da sie beim langsamen Schmoren herrlich zart werden.
- → Wie scharf ist das indische Rindfleischcurry?
Das Curry ist mild bis mittelscharf. Die Schärfe lässt sich durch frische Chilis oder mehr Chilipulver individuell anpassen.
- → Kann man das Curry vorbereiten oder aufwärmen?
Ja, das Curry schmeckt durchgezogen sogar am nächsten Tag noch besser und lässt sich problemlos aufwärmen und einfrieren.
- → Welche Beilagen passen besonders gut zu diesem Curry?
Basmatireis, Naan oder Roti sind klassische Begleiter. Auch Joghurt-Dip wie Raita harmoniert hervorragend dazu.
- → Kann ich Gemüse ins Curry geben?
Kartoffeln, Karotten oder Paprika können nach Belieben mitgeschmort werden und passen wunderbar zum Curry.
- → Wie lange muss das Curry schmoren, bis das Fleisch zart ist?
Im Schnitt benötigt das Curry etwa eine Stunde bei sanftem Köcheln, bis das Rindfleisch butterweich ist.