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Dieses Rezept bringt einen Hauch französischer Hausmannskost auf den Tisch: zart geschmorte Putenkeule mit weißen Bohnen und Karotten in einer aromatisch-tomatigen Soße. Es ist bequem, gesund und füllt den ganzen Raum mit wohligen Düften – perfekt für gemütliche Abende oder wenn Gäste kommen.
Ich habe diesen Eintopf oft zubereitet, wenn ich Zeit für mich brauchte und trotzdem etwas Besonderes auf den Tisch bringen wollte. Gerade nach einem langen Arbeitstag schenkt er mir immer ein Gefühl von Zuhause.
Zutaten
- 1 Putenkeule: Sorgt für zartes Fleisch und gibt der Soße Geschmack. Beim Einkauf auf eine Keule aus nachhaltiger Tierhaltung achten.
- 4 Karotten: Bringen natürliche Süße und Fülle. Frische, knackige Karotten bevorzugen.
- 1 Dose weiße Bohnen (800 g): Für Sämigkeit und Proteine. Bohnen in Bio-Qualität oder mit möglichst wenigen Zusatzstoffen wählen.
- 2 Zwiebeln: Geben herzhafte Grundlage und leichte Schärfe. Feste, glänzende Zwiebeln verwenden.
- 200 ml passierte Tomaten: Sorgt für Tiefe in der Soße. Am besten eine Sorte ohne Zusätze.
- 2 Lorbeerblätter: Verleihen dem Gericht feine Würze.
- 1 Gewürznelke: Gibt dem Sud eine raffinierte Note.
- 3 Knoblauchzehen: Für Aromen und leichte Schärfe. Frischer Knoblauch bringt mehr Geschmack als Pulver.
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver: Rundet ab mit feinem Raucharoma. Dunkles, frisches Pulver auswählen.
- 1 TL Thymian: Sorgt für eine südfranzösische Note. Getrockneter oder frischer Thymian, ganz nach Verfügbarkeit.
- Salz und Pfeffer: Essentiell zum Ausbalancieren der Aromen. Mittelgrobes Salz verwenden.
- Olivenöl: Zum Anbraten. Kaltgepresstes Olivenöl für besten Geschmack.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorbereitung des Fleisches:
- Legen Sie die Putenkeule in den Schnellkochtopf und bedecken Sie sie großzügig mit Wasser. Geben Sie Salz, Pfeffer, die Nelke und Lorbeerblätter hinzu.
- Druckgaren:
- Verschließen Sie den Topf und lassen Sie alles unter Druck 1 Stunde lang garen, ab dem Moment, an dem der Topf zu zischen beginnt.
- Fleisch zerkleinern und Sud aufbewahren:
- Dampf vorsichtig ablassen, die Keule herausnehmen und mit zwei Gabeln das Fleisch von den Knochen zupfen. Knochen entfernen. Den Sud für später beiseitestellen.
- Gemüse vorbereiten:
- Zwiebeln fein schneiden, Karotten schälen und in Halbmonde schneiden, Knoblauch fein hacken und Bohnen unter fließendem Wasser abspülen.
- Anbraten:
- Etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, die Zwiebeln und den Knoblauch darin ein bis zwei Minuten glasig anschwitzen.
- Schmoren beginnen:
- Karotten, Paprikapulver und Thymian dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gut vermischen.
- Tomaten und Sud hinzugeben:
- Passierte Tomaten sowie zirka 650 ml vom aufgehobenen Kochsud einrühren.
- Zugedeckt schmoren:
- Topf abdecken und das Ganze 20 Minuten köcheln lassen, sodass das Gemüse weich wird und die Aromen sich entfalten.
- Fleisch und Bohnen einrühren:
- Geschmortes Putenfleisch und Bohnen zugeben, eventuell nachwürzen. Offen weitere 10 Minuten leise köcheln lassen.
- Anrichten:
- Fertig ist Ihr Mijoté – jetzt direkt auf tiefe Teller verteilen und genießen.
Mein persönliches Highlight sind die Lorbeerblätter: Sie geben dem Mijoté diesen feinen, fast mystischen Duft, der sofort an ein französisches Landhaus erinnert. Jedes Mal, wenn das Aroma durch die Küche zieht, denke ich an einen Ausflug in die Provence zurück.
Lagerung und Haltbarkeit
Der Eintopf hält sich im Kühlschrank luftdicht verschlossen bis zu drei Tage. Am besten portionsweise erwärmen, damit nichts austrocknet. Für längere Haltbarkeit lässt sich das Gericht auch problemlos einfrieren; vor dem Servieren langsam im Kühlschrank auftauen und behutsam erwärmen.
Varianten und Austauschmöglichkeiten
Statt Putenkeule kann Hähnchenschenkel oder sogar Kaninchen verwendet werden. Weiße Bohnen lassen sich wunderbar durch Kichererbsen oder rote Bohnen ersetzen. Karotten bitte nicht zwangsläufig ersetzen, Linsen eignen sich eher weniger. Für eine vegetarische Version das Fleisch durch mehr Bohnen, Pilze oder Wurzelgemüse ersetzen.
Serviervorschläge
Traditionell passt Reis, Kartoffelpüree oder frisches Baguette dazu. Für mehr Frische eine Handvoll glatte Petersilie oder Zitronenzesten darüber streuen. Wer mag, kann den Mijoté auch mit einem Klecks Schmand verfeinern.
Zeit und Kultur
Der Mijoté ist ein echtes Wohlfühlgericht, das in ganz Frankreich mit verschiedenem Fleisch und Gemüse auf den Tisch kommt. Früher nutzten Familien solche Schmorgerichte, um möglichst viele Reste und saisonale Zutaten zu verwerten und daraus etwas Besonderes zu machen. Mit jeder Variante lebt ein Stück Alltagstradition weiter.
Saisonale Abwandlungen
Im Herbst schmeckt das Gericht auch mit Pastinaken, Sellerie oder Steckrübe besonders fein. Im Frühjahr lassen sich junge Möhren und Lauch als Ergänzung einbauen.
Dieses Rezept hat schon viele Gäste überzeugt – es duftet herrlich, ist einfach vorzubereiten und wärmt Herz und Seele ganz besonders. Gerade wenn man die doppelte Menge kocht, bleibt genug für einen zweiten Wohlfühltag!
FAQ zu Rezepten
- → Kann ich anstelle von Putenschenkel auch anderes Fleisch verwenden?
Ja, Hähnchen- oder Entenschenkel eignen sich ebenfalls hervorragend für dieses Schmorgericht.
- → Wie lange dauert die Zubereitung ohne Schnellkochtopf?
Ohne Schnellkochtopf verdoppelt sich die Garzeit, auf etwa zwei Stunden, bis das Fleisch zart ist.
- → Welche Beilagen passen am besten dazu?
Reis, Kartoffelpüree oder einfaches Baguette eignen sich ideal, um die aromatische Sauce aufzunehmen.
- → Kann ich das Gericht aufwärmen?
Ja, es schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da die Aromen gut durchgezogen sind.
- → Welche Gemüsevariationen sind möglich?
Fügen Sie nach Belieben Lauch, Steckrüben oder Kohl hinzu – das Gericht bleibt vielseitig und lecker.
- → Müssen die Bohnen vorgekocht sein?
Verwenden Sie fertig gekochte oder Konserven-Bohnen, sie müssen nur noch gespült und hinzugefügt werden.