Bamia mit Fleisch und Okra

Kategorie: Die Aromen der deutschen Regionen

Bamia ist ein traditioneller ägyptischer Eintopf, der Okra und zartes Fleisch wie Lamm, Rind oder Wild vereint. Gewürzt mit Tomaten, Koriander und Zitrone, begeistert dieses Gericht durch seinen aromatischen Geschmack und seine angenehme Säure. Die Zugabe von getrockneten Zitronen, Zwiebeln und Gewürzen sorgt für Tiefe und Finesse. Der Bamia-Eintopf wird klassisch mit Reis serviert und kann nach Belieben mit Kichererbsen oder Kartoffeln ergänzt werden. Das Geheimnis: Die Okra werden mit etwas Zitronensaft oder Zitronensäure bestreut, so bleibt die Konsistenz wunderbar und das Gericht bekömmlich. Ein echtes Wohlfühlessen aus Nordafrika!

Chef in the kitchen.
Erstellt von Alice
Aktualisiert am Mon, 05 Jan 2026 19:24:04 GMT
A bowl of meat and vegetables. Merken
A bowl of meat and vegetables. | alicerezepte.de

Dieses Rezept bringt dir den Geschmack Ägyptens nach Hause und zeigt, wie man aus einfachen Zutaten wie Okra und Fleisch ein aromatisches, herzhaftes Schmorgericht zaubern kann. Es eignet sich perfekt für gemütliche Abende und ist vielseitig anpassbar — egal, welches Fleisch du gerade zur Verfügung hast.

Ich habe das Rezept erstmals mit selbstgemachter Wildbrühe ausprobiert und war überrascht, wie intensiv und rund die Aromen zusammenkommen — gerade der Hauch Zitronenaroma hebt das Ganze auf ein neues Level.

Zutaten

  • 3 Esslöffel Olivenöl: Sorgt für eine feine Basis und gibt dem Gericht ein mediterranes Aroma. Achte auf ein fruchtiges, hochwertiges Öl.
  • 900 g Fleischwürfel (Wild, Lamm, Rind oder Huhn): Saftig und aromatisch — such dir frisches, gut durchzogenes Fleisch.
  • 2 große gelbe Zwiebeln, gehackt: Runden das Aroma ab und geben Tiefe.
  • 2 grüne Pfefferschoten (z. B. Anaheim), gehackt: Bringen milde Schärfe und ein leichtes Fruchtaroma.
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt: Für den herzhaften Geschmack und die typische Würze.
  • 1 Esslöffel gemahlener Koriander: Bringt frische Kräuternoten und etwas exotische Süße ins Gericht.
  • ½ Teelöffel gemahlener Kardamom (optional): Für ein feines, orientalisches Aroma.
  • 2 Esslöffel Tomatenmark: Sorgt für die kräftige Farbe und einen intensiven Geschmack.
  • 2 getrocknete Zitronen, angeritzt (optional): Verleihen Frische und typisch ägyptisches Aroma. Im Orientladen gibt es sie oft.
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g): Für eine schöne fruchtige Sauce. Bei frischer Ware auf reife Tomaten achten.
  • 1 Liter Wild- oder Rinderbrühe: Intensive, kräftige Note — Brühe am besten selbst gekocht oder eine gute Qualität verwenden.
  • 450 g Okra, in Scheiben: Der Star des Gerichts! Suche nach kleinen, festen Schoten — sie sind besonders zart.
  • Zitronensaft nach Geschmack: Für Frische und Ausbalancierung der Aromen.
  • Salz und Pfeffer: Für die Würze. Am besten Fleur de Sel und frisch gemahlenen Pfeffer verwenden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Fleisch anbraten:
Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Das Fleisch kräftig salzen, vorsichtig trocken tupfen und in kleinen Portionen von allen Seiten scharf anbraten, damit es schön bräunt. Zwischendurch immer wieder herausnehmen und beiseitestellen. Das dauert etwa 15 Minuten — bloß nicht drängeln!
Zwiebeln und Gemüse anrösten:
Die Zwiebeln in den Topf geben und den Bratensatz mit einem Holzlöffel lösen. Die Hitze ggf. etwas runterstellen und die Zwiebeln glasig und leicht goldbraun dünsten. Dann die gehackten Pfefferschoten und den Knoblauch dazugeben und etwa 2 Minuten mitrösten.
Gewürze, Tomaten und Brühe zufügen:
Das Fleisch samt Saft wieder in den Topf geben. Koriander, eventuell Kardamom, Tomatenmark und etwas Salz untermengen. Nach etwa 1 Minute die Tomaten und Brühe zufügen. Jetzt kommen auch die getrockneten Zitronen dazu, falls du sie benutzt. Alles auf kleiner Flamme mit Deckel rund 2 Stunden (Wild) oder 1,5 Stunden (Rind/Lamm) sanft köcheln lassen.
Okra und Zitrone zugeben:
Sobald das Fleisch zart ist, die Okra und einen Schuss Zitronensaft in den Topf geben. Weitere 15 Minuten bei schwacher Hitze köcheln, bis die Okra bissfest ist.
Abschmecken und servieren:
Mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas mehr Zitronensaft abschmecken. Mit frisch gekochtem Reis servieren.
A close up of a delicious Bamia stew.
A close up of a delicious Bamia stew. | alicerezepte.de

Ich habe dieses Gericht zum ersten Mal auf einem Familienfest gekocht — alle waren überrascht, wie vielfältig und farbenfroh Okra sein kann. In einer Gruppe von Freunden mit unterschiedlicher Herkunft ist Bamia immer ein schönes Gesprächsthema, weil fast jeder Erinnerungen an Okra-Gerichte aus seiner Heimat hat.

Lagerungstipps

Bamia hält sich im Kühlschrank problemlos eine Woche, am besten in einem gut verschlossenen Behälter. Das Gericht sollte nicht eingefroren werden, da die Okra sonst ihre Konsistenz verliert und matschig werden kann. Reste schmecken aufgewärmt sogar noch aromatischer, weil die Gewürze durchgezogen sind.

Zutaten-Alternativen

Du kannst statt Wild auch Rind, Lamm, Huhn oder sogar Fisch nehmen. Dann aber die Garzeit anpassen! Wer keine Okra findet, kann (zur Not) mit grünen Bohnen experimentieren, wenngleich das Aroma nicht identisch ist. Statt getrockneten Zitronen geht auch etwas abgeriebene, unbehandelte Zitronenschale für Frische.

Serviervorschläge

Bamia passt klassisch zu duftendem Basmatireis oder Fladenbrot. Mit Kichererbsen oder gegarten Kartoffelstücken als Einlage wird das Gericht noch sättigender. Mit einem frischen Salat oder etwas Joghurt serviert bekommt das Gericht eine schöne kühle Komponente.

Kulturelle Hintergründe

Bamia ist in Ägypten wie auch im gesamten Nahen Osten ein Alltagsgericht, das traditionell zu festlichen Anlässen, aber auch im ganz normalen Familienalltag serviert wird. Die einfache Zubereitung mit wenigen Grundzutaten passt zur ländlichen Küche und das Gericht symbolisiert bis heute Gastfreundschaft und Wärme. Getrocknete Zitronen (Loomi) geben vielen traditionellen Gerichten aus Nordafrika und dem Nahen Osten eine unverwechselbare Note.

Saisonale Adaptionen

Im Sommer schmeckt Bamia besonders aromatisch, wenn du frische Okra bekommst. Im Winter kannst du problemlos auf tiefgekühlte Okra zurückgreifen. Bei frischen Tomaten im Spätsommer empfiehlt es sich, diese zu verwenden — dann ist die Sauce besonders fruchtig.

A bowl of meat and vegetables.
A bowl of meat and vegetables. | alicerezepte.de

Dieses Gericht bringt für mich nicht nur die Aromen, sondern auch die Herzlichkeit und Farbenfreude der ägyptischen Küche auf den Tisch. Besonders der Kick von Zitrone und das Zusammenkommen von Freunden und Familie machen es zu einer echten Lieblingsspeise.

FAQ zu Rezepten

→ Welche Fleischsorten eignen sich für Bamia?

Am häufigsten werden Lamm, Rind oder Wild verwendet. Auch Hähnchenkeulen oder Fisch sind möglich – einfach die Garzeit anpassen.

→ Wie verhindere ich, dass die Okra schleimig werden?

Die geschnittenen Okra mit etwas Zitronensaft oder Zitronensäure bestreuen und vor dem Kochen ziehen lassen, das nimmt die Schleimigkeit.

→ Kann ich Bamia vegetarisch zubereiten?

Ja, Bamia schmeckt auch ganz ohne Fleisch, einfach mit Kichererbsen, Kartoffeln oder dicken Bohnen verfeinern.

→ Wie bewahre ich den Eintopf am besten auf?

Bamia hält sich abgedeckt im Kühlschrank bis zu einer Woche, sollte aber nicht eingefroren werden, da die Okra sonst matschig werden.

→ Welche Beilagen passen zu Bamia?

Traditionell wird Bamia mit Reis serviert. Auch Fladenbrot oder ein frischer Salat passen sehr gut dazu.

Ägyptischer Bamia-Eintopf

Würziger Eintopf mit Okra, Tomaten und zartem Fleisch – klassisch ägyptisch und unkompliziert.

Vorbereitungszeit
20 Minuten
Kochzeit
150 Minuten
Gesamtdauer
170 Minuten
Erstellt von: Alice

Rezeptkategorie: Regionale Gerichte

Schwierigkeitsgrad: Mittelmäßig herausfordernd

Küchenstil: Nordafrikanisch

Reicht für: 6 Portionenanzahl

Besondere Ernährungsweisen: Glutenfrei, Frei von Milchprodukten

Zutatenliste

→ Fleisch und Hauptzutaten

01 900 g Hirschfleisch, gewürfelt
02 2 große gelbe Zwiebeln, gehackt
03 2 Anaheim-Chilis, gehackt
04 3 Knoblauchzehen, gehackt

→ Aromen und Gewürze

05 3 EL Olivenöl
06 1 EL gemahlener Koriander
07 0,5 TL gemahlener Kardamom (optional)
08 2 EL Tomatenmark
09 2 getrocknete Zitronen, aufgebrochen (optional)
10 Salz nach Geschmack
11 Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
12 Zitronensaft nach Geschmack

→ Gemüse und Flüssigkeiten

13 400 g stückige Tomaten aus der Dose
14 950 ml Wild- oder Rinderfond (am besten natriumarm)
15 450 g frische oder gefrorene Okraschoten, in Scheiben geschnitten

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

Schritt 01

Olivenöl in einem großen, ofenfesten Topf mit Deckel bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Das Fleisch gut salzen und portionsweise anbraten, bis es auf mindestens zwei Seiten kräftig gebräunt ist. Gebräuntes Fleisch in eine Schüssel geben und beiseitestellen.

Schritt 02

Gehackte Zwiebeln in den Topf geben und mit einem Holzlöffel die Bratrückstände vom Boden lösen. Die Zwiebeln glasig und leicht gebräunt anschwitzen lassen. Chilis und Knoblauch zufügen und unter häufigem Rühren weitere 2 Minuten anschwitzen.

Schritt 03

Fleisch samt ausgetretenem Saft zurück in den Topf geben. Koriander, Kardamom, Tomatenmark und etwas Salz hinzufügen und alles gut vermengen. Kurz anrösten, dann die Tomaten aus der Dose sowie den Fond angießen. Getrocknete Zitronen zugeben, falls verwendet.

Schritt 04

Die Mischung langsam zum Kochen bringen. Den Topf abdecken und bei niedriger Hitze 2 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. (Bei Lamm oder Rind reicht meist 90 Minuten Garzeit.)

Schritt 05

Okraschoten und Zitronensaft nach Geschmack zufügen. Ohne Deckel etwa 15 Minuten weiterköcheln lassen, bis die Okra gar ist. Mit schwarzem Pfeffer sowie ggf. etwas Salz abschmecken.

Schritt 06

Mit Basmatireis anrichten. Optional mit etwas frischem Zitronensaft und Kräutern verfeinern.

Zusätzliche Hinweise

  1. Für weniger Schleimigkeit die Okra vorab mit 1–2 EL Zitronensäure bestäuben und bis zur Verwendung durchziehen lassen.
  2. Die traditionelle Schmorzeit entwickelt reiches Aroma; das Fleisch sollte langsam, nicht hastig gebräunt werden.
  3. Variante: Für mehr Substanz können Kichererbsen, Saubohnen oder Kartoffeln zugegeben werden.
  4. Getrocknete Zitronen intensivieren das Aroma, sind aber optional.
  5. Das Gericht hält sich gekühlt bis zu einer Woche, lässt sich aber nur bedingt einfrieren.

Unverzichtbare Werkzeuge

  • Großer Schmortopf mit Deckel
  • Holzlöffel
  • Schneidebrett
  • Küchenmesser

Nährwertangaben (pro Portion)

Diese Nährwertangaben dienen nur zur Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
  • Kaloriengehalt: 318
  • Fettanteil: 11 Gramm
  • Kohlenhydrate: 14 Gramm
  • Eiweiß: 40 Gramm