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Man glaubt es kaum, aber diese süß-würzige Hot Honey Ricotta Pizza bringt so viel Abwechslung auf den Tisch, dass selbst klassische Pizza-Fans wie meine Kinder irgendwann neugierig werden. Ich war anfangs skeptisch gegenüber Honig auf Pizza, aber die perfekte Mischung aus cremigem Ricotta, knusprigem glutenfreiem Boden und einem Hauch scharfer Honigwürze überzeugt einfach bei jedem Biss.
Beim ersten Mal war ich von der Würze des Honigs erst fast überfordert – aber mit ein wenig Feintuning wurde daraus ein typisches Wochenend-Lieblingsessen bei uns.
Zutaten
- Griechischer Joghurt (3/4 Becher): Sorgt für Feuchtigkeit und bindet, besonders angenehm im glutenfreien Teig. Für beste Textur: Kuhmilch-Joghurt nehmen und auf gute Frische achten.
- Eiweiß (1 Stück): Bringt geschmacklich nicht zu viel ein, sorgt aber für eine tolle goldene Kruste.
- Backpulver (1 1/2 TL): Gibt dem Boden Luftigkeit, Clabber Girl nutze ich gern wegen der zuverlässigen Wirkung.
- Glutenfreier 1:1-Backmix (1 Becher): Hält die Pizza glutenfrei. Achte auf einen hochwertigen Backmix mit neutralem Geschmack.
- Salz (1/4 TL): Intensiviert alle anderen Aromen im Teig.
- Knoblauchpulver (Prise): Gibt dem Teig eine fein-würzige Nebenlinie.
- Hot Honey (3 EL): Gibt die süß-scharfe Note, am leckersten mit Mike’s Hot Honey. Im Zweifelsfall Honig mit Chili ansetzen.
- Mozzarella, gerieben (3/4 Becher): Sorgt für Fäden und Schmelz. Frisch geriebener Mozzarella schmilzt besonders gleichmäßig.
- Ricotta, Vollmilch (3/4 Becher): Für Cremigkeit und Geschmack. Frischen Ricotta nehmen oder vor Verwendung gut abtropfen lassen, damit die Pizza nicht aufweicht.
- Oregano (Prise): Unterstreicht das italienische Aroma, am besten getrocknet.
- Tomatensauce oder Pizzasoße (1/2 bis 3/4 Becher): Gibt Bodenhaftung und Fruchtigkeit, möglichst wenig wässrig.
- Chiliflocken (Prise): Regelt die Schärfe individuell nach Geschmack.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Teig vorbereiten:
- Vermische in einer großen Schüssel die trockenen Zutaten gründlich. Füge den Joghurt nach und nach hinzu, arbeite entweder mit Knethaken in der Küchenmaschine oder von Hand mit Silikonspatel und dann den Händen weiter. Falls der Teig zu feucht wirkt, lieber die Hände mit etwas Mix bemehlen statt mehr Teig dazugeben. Ist er zu trocken, löffelweise Joghurt unterkneten.
- Teig kneten & teilen:
- Stürze den Teig auf eine bemehlte Fläche. Knete, bis er elastisch-glatt wirkt. Forme eine Kugel, teile sie dann mit einem Messer in vier gleiche Portionen.
- Teig ausrollen:
- Arbeite jeweils mit einer Teigportion auf bemehlter Unterlage. Rolle sie mit dem Nudelholz vorsichtig auf ca. 10–12 cm Durchmesser aus, ähnlich wie kleine Wraps. Achte darauf, dass der Teig weder reißt noch anklebt.
- Boden vorbacken:
- Lege die Fladen auf zugeschnittenes Backpapier. Bestreiche die Oberfläche mit verquirltem Eiweiß – das gibt später die knusprige Kruste. Heize den Airfryer oder Ofen auf 200°C vor. Airfryer: Backe die Böden ca. 5–8 Minuten. Backofen: Auf Backpapier im heißen Ofen 8–10 Minuten backen, bis sie leicht goldig sind.
- Belegen:
- Hole die Fladen aus dem Ofen/Airfryer. Bestreiche zuerst jeweils mit Tomatensauce, verteile klecksweise Ricotta darauf und streue Mozzarella darüber.
- Finales Backen & Servieren:
- Backe die belegten Pizzen noch einmal ohne Backpapier, bis der Käse goldgelb schmilzt (etwa 5–8 Minuten im Ofen oder Airfryer). Würze bei Bedarf mit Knoblauchpulver, Oregano und Chiliflocken. Zum Schluss träufle Hot Honey großzügig darüber und serviere alles heiß mit frischem Basilikum, wenn vorhanden.
Mein persönlicher Favorit ist der Ricotta: Seine frische Cremigkeit macht jede Pizza besonders. Ich erinnere mich, wie ich beim ersten Versuch fast zu sparsam war – mittlerweile verteile ich ihn großzügig in kleinen Nocken. Es ist immer wieder ein Highlight, wie samtig und ausgewogen das Ergebnis schmeckt!
Lagerung und Aufbewahrung
Im Kühlschrank hält sich die Pizza luftdicht verpackt gut drei Tage. Am besten Zwischenlagen Backpapier verwenden, damit nichts klebt und der Belag nicht verrutscht. Zum Aufwärmen die Pizza in den Backofen legen – das sorgt für frische Knusprigkeit. Einfrieren funktioniert problemlos (am besten in einzelnen Stücken). Eingewickelt in Folie und dann in einen Gefrierbeutel verpackt, bleibt die Pizza zwei Monate lang ein Genuss. Mikrowelle empfehle ich weniger, damit die Kruste schön cross bleibt.
Alternativen für Zutaten
Normales Mehl funktioniert genauso, falls Gluten kein Thema ist. Für Joghurt kann man im Notfall auch abgetropften Naturjoghurt einsetzen. Ricotta lässt sich durch Frischkäse, Hüttenkäse (püriert) oder weichen Ziegenkäse ersetzen. Wer keinen Hot Honey bekommt, macht ihn einfach selbst: Honig mit Chili oder Cayenne und einer Prise Essig verrühren. Mozzarella kann man bei Bedarf auch mit veganer Alternative oder z.B. Fontina austauschen.
Servierideen
Besonders fein schmeckt die Pizza zusammen mit einem Rucolasalat, der nur mit Zitronensaft und gutem Olivenöl angemacht ist. Für ein ausgedehntes Abendessen empfehle ich geröstetes Gemüse wie Brokkoli oder Rosenkohl dazu – die passen zur süßen Schärfe. Ein paar marinierte Oliven oder eingelegte Peperoni runden das Ganze ab. Die Pizza macht auch auf dem Buffet oder beim Picknick im Garten immer Eindruck!
Kultureller Hintergrund
Honig als Pizzazutat wirkt erst exotisch, aber in den USA ist Hot Honey auf Pizza seit ein paar Jahren richtig im Trend. Die Verbindung aus Süße und Schärfe erinnert an klassische italienische Aromen-Paarungen wie Prosciutto mit Feigen. In meiner Familie hat diese Neuinterpretation an warmen Sommerabenden sofort zu Herzen und Magen gefunden.
Jahreszeitliche Variationen
Im Frühling passen Spargelspitzen oder frische Kräuter perfekt als zusätzliche Toppings. Im Herbst mag ich geröstete Kürbiswürfel auf der Pizza – zusammen mit Ricotta, Oregano und Honig ergibt das ein richtig wohliges Komfort-Essen für kühle Tage.
Diese Hot Honey Ricotta Pizza beweist: Wer offen bleibt für neue Kombinationen, entdeckt echte Geschmacksoffenbarungen, die schnell zum Lieblingsgericht werden – vor allem für Pizza-Fans, die neugierig auf neue Trends sind.
FAQ zu Rezepten
- → Warum passt Honig auf eine Pizza?
Die Kombination von süßem Honig und herzhaften Zutaten wie Ricotta oder Tomatensauce schafft eine spannende Geschmacksharmonie, die viele überrascht und begeistert.
- → Kann ich normalen Honig statt Chili-Honig verwenden?
Ja, Sie können normalen Honig mit etwas Cayennepfeffer oder Chiliflocken mischen, um die gewünschte Schärfe zu erzeugen.
- → Welcher Ricotta eignet sich am besten für Pizza?
Vollfetter Ricotta sorgt für eine cremige Textur und ein besonders mildes Aroma. Überschüssige Flüssigkeit vorher abgelassen ergibt das beste Ergebnis.
- → Welche glutenfreien Alternativen gibt es für den Teig?
Glutenfreie Backmischungen lassen sich 1:1 durch Weizenmehl ersetzen, falls keine Unverträglichkeit besteht. Auch Mandelmehl kann getestet werden.
- → Wie kann ich die Pizza am besten aufbewahren?
Am besten in einer luftdichten Box im Kühlschrank, einzeln durch Backpapier getrennt. Sie hält dort bis zu drei Tage frisch.
- → Mit welchen Beilagen harmoniert die Pizza?
Ein frischer Rucolasalat mit Zitrone oder gebratenes Gemüse wie Brokkoli unterstreichen die Aromen besonders gut.