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Nichts geht über eine goldene, knusprige Hähnchenpastete an einem kühlen Abend – vor allem, wenn es sich um Jamie Olivers berühmtes Rezept handelt. Diese Pastete verströmt pure Gemütlichkeit: saftiges Hähnchen, cremiges Gemüse und ein knuspriger Blätterteigdeckel. Bei uns ist diese Pastete echtes Soulfood – sogar wählerische Kinder greifen mehrfach zu. Jamie versteht es, einfache Zutaten in ein Festmahl zu verwandeln. Einmal probiert, bleibt dieses Rezept garantiert im Wochenplan!
Ich habe diese Pastete schon unzählige Male gebacken. Es ist jedes Mal ein Erfolg, und besonders an kalten Tagen gibt sie mir das Gefühl, im Lieblingspub zu sitzen – am liebsten mit einer großen Portion cremigem Kartoffelpüree dazu.
Zutaten
- 500g Hähnchenbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten: Besonders saftiges Fleisch erhältst du mit Hähnchenschenkeln; auf gute Qualität achten.
- 1 große Zwiebel, fein gewürfelt: Gelbe oder weiße Sorten sorgen für süßliches Aroma.
- 2 Karotten, geschält und gewürfelt: Bringen Süße und Farbe ins Gericht.
- 2 Selleriestangen, klein geschnitten: Ruhig die Blätter mitverwenden, da sie viel Geschmack beitragen.
- 200g Champignons, in Scheiben geschnitten: Braune oder weiße Pilze je nach Vorliebe.
- 50g Butter: Salzig oder ungesalzen, Hauptsache frisch; der Buttergeschmack macht viel aus.
- 50g Mehl: Sorgt für die ideale Bindung der Sauce.
- 500ml Hühnerbrühe: Am besten selbstgemacht oder hochwertige Bouillonwürfel verwenden.
- 200ml Vollmilch: Der Fettgehalt macht die Füllung samtig-cremig.
- 1 Rolle Blätterteig (ca. 320g): Fertig gekauft spart Zeit, aber gute Qualität lohnt sich.
- 1 Ei, verquirlt: Für die goldene Kruste.
- Salz und Pfeffer nach Geschmack: Ich bin gern großzügig damit.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorbereiten & Gemüse anschwitzen:
- Heize den Backofen auf 200°C vor. In einer großen Pfanne Butter schmelzen, dann Zwiebel, Karotten, Sellerie und Pilze zufügen. Unter gelegentlichem Rühren etwa 5–7 Minuten anschwitzen, bis das Gemüse weich und die Zwiebeln glasig sind.
- Hähnchen braten:
- Schiebe das Gemüse an den Rand der Pfanne und gib die Hähnchenstücke hinein. Lasse sie ungestört, bis sie leicht gebräunt sind, dann alles vermengen. Die Stücke sollten nicht mehr rosa sein – gegebenenfalls in zwei Durchgängen anbraten.
- Sauce zubereiten:
- Streue das Mehl über das Hähnchen und Gemüse und rühre gründlich um. Nach etwa 1 Minute langsam unter ständigem Rühren die Hühnerbrühe und Milch einfließen lassen. Lasse alles 3–5 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln, bis eine sämige Sauce entsteht. Mit Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.
- Pastete zusammenbauen und backen:
- Gieße die Füllung in eine tiefe Auflaufform und lasse sie 5 Minuten abkühlen. Rolle den Blätterteig auf die passende Größe aus und lege ihn über die Füllung. Mit einer Gabel den Rand andrücken und die Oberfläche mit verquirltem Ei bestreichen. Einige kleine Schlitze einschneiden. Im Ofen ca. 25–30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist.
Mein Lieblingstrick: Die Füllung vor dem Backen etwas abkühlen lassen, macht das Arbeiten mit dem Teig viel einfacher. Besonders die Butter in der Füllung gibt später diesen unvergleichlichen Geschmack – manchmal schmilzt sie schon in der Pfanne und verbreitet diesen Geruch von Zuhause.
Vorschläge zum Servieren
Kartoffelpüree ist meine liebste Beilage – mit einem Löffel grobem Senf besonders aromatisch. Ein frischer Salat mit Rucola, Gurke und Zitrone sorgt für einen schönen Kontrast. Buttererbsen mit Minze oder geröstetes Wurzelgemüse passen wunderbar dazu! Wenn Freunde zu Besuch sind, serviere ich alles auf einer großen Tafel – und die Pastete schmeckt am nächsten Tag noch besser.
So lagerst du die Hähnchenpastete am besten
Abgekühlt hält sich die Pastete 3 Tage im Kühlschrank, am besten abgedeckt. Zum Einfrieren einzelne Stücke in Folie geben und gefroren backen (bei 200°C ca. 40–50 Minuten). Zum Aufwärmen den Ofen statt Mikrowelle benutzen – dann bleibt der Teig schön knusprig. Beim Auftauen die letzten 5 Minuten ohne Folie backen für extra Bräune!
Austauschmöglichkeiten & Varianten
Vegetarisch schmeckt die Pastete mit mehr Pilzen, Linsen und geröstetem Kürbis. Vegane Variante: Butter durch Olivenöl und Milch durch Pflanzenmilch ersetzen. Mit frischen Kräutern wird die Füllung abwechslungsreich. Mürbeteig statt Blätterteig ist ebenso lecker, aber braucht etwa 10 Minuten länger. Das Rezept verzeiht viele Abwandlungen – sogar Reste von Brathähnchen sind ideal.
Jede selbstgemachte Pastete erzählt eine Geschichte. Viel Freude beim Backen – mit jedem Mal wird sie noch ein bisschen besser!
FAQ zu Rezepten
- → Kann ich auch fertigen Blätterteig verwenden?
Ja, fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal eignet sich bestens und spart Zeit. Für besonderen Geschmack empfiehlt sich ein Butter-Blätterteig.
- → Wie vermeide ich einen durchweichten Boden?
Lassen Sie die Füllung vor dem Belegen kurz abkühlen und backen Sie die Pastete auf einem vorgeheizten Backblech. Das sorgt für eine knusprige Unterseite.
- → Gibt es eine vegetarische Variante?
Sie können das Hähnchen durch mehr Pilze, gekochten Kürbis oder Linsen ersetzen und Gemüsebrühe verwenden. Das schmeckt ebenso köstlich.
- → Kann ich die Pastete vorbereiten?
Die Pastete kann komplett vorbereitet und ungebacken bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dann frisch backen und genießen.
- → Welche Kräuter passen gut dazu?
Frischer Thymian, Petersilie oder ein wenig Estragon bringen zusätzliches Aroma. Auch Salbei harmoniert prima mit der Füllung.