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Dieses Rezept führt dich in die Welt cremiger Paprikakartoffeln – inspiriert vom klassischen ungarischen Gulasch, aber komplett vegan interpretiert. Mit rauchig-süßem Paprikapulver, samtigen Kartoffeln, einer sämigen Tomatenbasis und Protein aus Kichererbsen wird dieses Gericht zum perfekten Wohlfühlessen für jeden Anlass.
Dieses Gericht hat mich an kalten Tagen schon oft begeistert – ich liebe es, wie die Kartoffeln gemeinsam mit dem Paprikapulver ihren Geschmack entfalten und die gerösteten Kerne zum Schluss das gewisse Extra liefern.
Zutaten
- Schalotten: Sorgen für eine aromatische Basis. Frische Schalotten wählen, deren äußere Schale keine Druckstellen zeigt
- Knoblauchzehen: Unverzichtbar für die herzhafte Note. Feste, nicht gekeimte Knollen sind ideal
- Tomatenmark: Gibt dem Gericht Tiefe und Farbe. Achte auf Tomatenmark ohne Zuckerzusatz
- Drillinge/Babykartoffeln: Die kleinen Kartoffeln sind schnell gegart und behalten eine feine Textur. Nimm festkochende, möglichst frische Knollen ohne grüne Stellen
- Kichererbsen: Liefern pflanzliches Eiweiß und machen das Gulasch sättigend. Nimm Kichererbsen aus dem Glas oder der Dose mit möglichst wenig zugesetztem Salz
- Geräuchertes Paprikapulver (süß): Der Star des Rezepts! Investiere in ein hochwertiges Pulver, zum Beispiel aus spanischer oder ungarischer Herkunft
- Tamari (glutenfreie Sojasauce): Sorgt für einen umami-reichen, würzigen Geschmack. Achte auf Tamari ohne Zusatzstoffe
- Vegane Sahne: Macht die Sauce wunderbar cremig. Oatly, Alpro oder Elmlea sind gute Optionen mit feiner Konsistenz
- Spinat: Bringt Frische und Farbe hinein. Grob zerkleinern und möglichst frisch verwenden
- Sonnenblumenkerne (geröstet): Für Crunch und nussigen Geschmack. Röstest du sie selbst, am besten ohne Fett in einer Pfanne
- Getrockneter Oregano: Verfeinert das Aroma mediterran. Geriebenen Oregano kaufen, der kräftig duftet
- Salz und Pfeffer: Für die perfekte Würzung. Am besten frisch gemahlen verwenden
Zubereitung
- Kartoffeln vorkochen:
- Die ganzen Babykartoffeln in einen großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und etwas Salz hinzufügen. Zum Kochen bringen und etwa 15 Minuten leicht köcheln lassen, bis sie gerade weich, aber noch bissfest sind
- Schalotten und Knoblauch anschwitzen:
- Während die Kartoffeln garen, die Schalotten und Knoblauchzehen fein schneiden. Mit etwas Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten glasig anbraten
- Tomatenmark und Gewürze einrühren:
- Das Tomatenmark mit in die Pfanne geben und kurz anschwitzen. Ein bis zwei Kellen Kartoffelkochwasser zugeben, das löst das Mark und macht die Sauce geschmeidig. Geräuchertes Paprika, Oregano, Salz, Pfeffer und Tamari hinzufügen, alles ein paar Minuten einköcheln lassen
- Kichererbsen und Kartoffeln hinzufügen:
- Die Kichererbsen abgießen und in die Pfanne rühren. Nun die gegarten Kartoffeln abgießen, in mundgerechte Stücke schneiden und ebenfalls unterheben
- Sahne und Spinat verfeinern:
- Die vegane Sahne unterrühren und die gehackten Spinatblätter dazugeben. Unter Rühren einige Minuten sanft köcheln lassen, bis alles schön cremig ist. Nach Geschmack nochmals abschmecken
- Sonnenblumenkerne rösten und anrichten:
- In einer separaten kleinen Pfanne die Sonnenblumenkerne ohne Fett anrösten. Über das fertige Gericht streuen und sofort servieren
Mein persönliches Highlight ist das Paprikapulver: Es erinnert mich an Reisen in Osteuropa, wenn es in der Luft diesen rauchigen Duft gibt, der sofort Lust auf deftige Gerichte macht. Besonders gern röste ich die Sonnenblumenkerne selbst – ihr Duft beim Braten gehört schon zum Ritual bei diesem Rezept.
Aufbewahrungstipps
Reste am besten in einem gut verschlossenen Glasbehälter im Kühlschrank aufbewahren – sie halten sich dort bis zu drei Tage frisch. Das Gericht lässt sich wunderbar erneut aufwärmen, die Aromen werden dabei sogar noch intensiver.
Zutaten-Alternativen
Du kannst Babykartoffeln auch durch festkochende normale Kartoffeln ersetzen, einfach in mundgerechte Stücke schneiden. Anstelle von Kichererbsen passen auch weiße Riesenbohnen oder Kidneybohnen sehr gut. Statt Tamari kann auch herkömmliche Sojasoße verwendet werden, falls keine Glutenunverträglichkeit besteht.
Serviervorschläge
Die cremigen Paprikakartoffeln schmecken toll pur als Eintopf, lassen sich aber auch perfekt mit einem frischen grünen Salat oder knusprigem Baguette servieren. Für mehr Frische kannst du vor dem Servieren noch einen Schuss Zitronensaft und frische Kräuter über das Gericht geben.
Kultureller Kontext
Paprikagerichte wie Gulasch haben ihre Wurzeln in der ungarischen Küche, wo geräucherter Paprika ein zentraler Bestandteil ist. Die vegane Interpretation nimmt die Wohlfühl-Aromen und macht daraus ein alltagstaugliches, leichtes Gericht ganz ohne tierische Produkte.
Saisonale Abwandlungen
Im Sommer kannst du zusätzlich Zucchini, Paprika oder grüne Bohnen mit in den Eintopf geben. Im Winter passen Wurzelgemüse wie Pastinake oder Karotte hervorragend.
Dieser Eintopf ist eines meiner Lieblingsrezepte, wenn es draußen kalt wird oder ich einfach Lust auf etwas Herzhaftes habe. Das Rezept bringt immer wieder ein Stück Gemütlichkeit auf den Tisch. Viel Freude beim Nachkochen!
FAQ zu Rezepten
- → Kann ich auch andere Kartoffelsorten verwenden?
Ja, Hauptsache die Kartoffeln werden in mundgerechte Stücke geschnitten. Festkochende Sorten eignen sich besonders gut.
- → Welche Sahnealternativen passen dazu?
Du kannst jede vegane Sahne nutzen, zum Beispiel auf Hafer- oder Sojabasis. Wichtig ist eine cremige Konsistenz.
- → Wie kann ich das Gericht noch verfeinern?
Weitere Gemüsesorten wie Paprika, Zucchini oder Karotten passen hervorragend dazu.
- → Kann ich Kichererbsen austauschen?
Ja, weiße Bohnen oder Kidneybohnen sind ebenfalls eine leckere und proteinreiche Alternative.
- → Muss ich Tamari verwenden?
Nein, du kannst auch normale Sojasauce wählen, beachte aber dass Tamari glutenfrei ist.
- → Wie bewahre ich Reste am besten auf?
Abgedeckt im Kühlschrank hält sich das Gericht 2–3 Tage und lässt sich problemlos aufwärmen.