Rippchenbraten sanft gegart (Druckversion)

Rippchenbraten wird im Ofen besonders zart, dank schonender Niedrigtemperatur und aromatischer Kruste.

# Zutatenliste:

→ Für den Braten

01 - 1.500–2.000 g Rippchenbraten (Hochrippe oder falsches Filet, pariert)
02 - 2 EL mittelscharfer oder Dijon-Senf
03 - 2 TL Salz
04 - 1 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
05 - 1 TL Knoblauchpulver
06 - 1 TL Rosmarin, getrocknet oder frisch gehackt
07 - 1 TL Thymian
08 - 2 EL Olivenöl oder Butterschmalz

→ Für die Sauce

09 - 1 Zwiebel, grob gewürfelt
10 - 2 Möhren, in Scheiben
11 - 2 Stangen Sellerie, grob geschnitten
12 - 250 ml Rinderfond
13 - 500 ml Brühe (Rind oder Gemüse)
14 - 2 Lorbeerblätter
15 - 1 EL Mehl (optional, zum Binden)
16 - 1 EL kalte Butter (zum Verfeinern)

→ Beilagen-Empfehlung

17 - Kartoffelgratin oder Petersilienkartoffeln
18 - Rotkohl oder Wirsinggemüse

# Schritt-für-Schritt-Zubereitung:

01 - Backofen auf 110°C Ober-/Unterhitze (Umluft: 100°C) vorheizen. Braten trocken tupfen, rundum mit Senf bestreichen. Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver, Rosmarin und Thymian vermengen und das Fleisch gründlich damit einreiben.
02 - Olivenöl oder Butterschmalz in einem Bräter stark erhitzen. Braten auf allen Seiten jeweils 2–3 Minuten scharf anbraten, bis eine kräftige Kruste entsteht. Fleisch herausnehmen.
03 - Zwiebel, Möhren und Sellerie im gleichen Bräter kurz anschwitzen. Braten zurücklegen, Rinderfond, Brühe und Lorbeerblätter hinzufügen. Deckel auflegen und das Fleisch im Ofen 4–5 Stunden bei 110°C garen, bis die Kerntemperatur 88–92°C erreicht und das Fleisch fast zerfällt. Währenddessen alle 30–60 Minuten mit Bratensaft übergießen.
04 - Nach Garzeit Fleisch herausnehmen. Gemüse und Flüssigkeit durch ein feines Sieb streichen und auffangen. Sauce bei Bedarf mit Mehl oder kalter Butter binden und abschmecken.
05 - Braten in Scheiben schneiden oder zerpflücken. Mit Sauce großzügig überziehen. Als Beilage Kartoffelgratin, Petersilienkartoffeln, Rotkohl oder Wirsinggemüse reichen.

# Zusätzliche Hinweise:

01 - Am zartesten bleibt das Fleisch, wenn ein Fleischthermometer verwendet wird – ab 88°C Kerntemperatur zerfällt das Bindegewebe optimal.
02 - Der Braten kann bereits am Vortag mariniert und zubereitet werden, so ziehen die Gewürze bestens ein.
03 - Für eine besonders knusprige Kruste den Braten am Ende der Garzeit 10 Minuten bei 220°C übergrillen.
04 - Niedrigtemperaturgaren sorgt für maximal saftiges, butterweiches Fleisch – das Kollagen zerfällt langsam, der Braten bleibt aromatisch.
05 - Falsches Filet eignet sich als preiswerte Alternative, liefert aber bei dieser Methode vergleichbar zarte Ergebnisse.
06 - Für mehr Würze passen zusätzlich Piment, Wacholder oder etwas Rauchpaprika.
07 - Der Braten hält sich gekühlt 3–4 Tage und schmeckt aufgewärmt noch aromatischer.
08 - Auch im Slow Cooker (6–8 h LOW) oder im Schmortopf auf dem Herd bei niedriger Hitze gelingt das Gericht.